Crewvereinbarung

Liebe Mitseglerinnen und Mitsegler,

in diesem Schreiben, das Ihr bitte zu Beginn Eures Törns durchlest und unterschreibt, soll euch als Spezifizierung der Reise-Törnbedingungen auf einige Risiken, die mit dem Segelsport zusammenhängen, aufmerksam gemacht und diese geregelt werden. Diese Vereinbarung zwischen allen Törnbeteiligten an Bord ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Sport und an dem gemeinsamen Leben auf einer Yacht.


1. Voraussetzungen der Crew: Alle Teilnehmer (die Eltern auch für Ihre minderjährigen Kinder) erklären, dass sie eine gute Schwimmfähigkeit (mindestens 20 Minuten im Meerwasser) besitzen, für die Teilnahme an diesem Sport keine körperlichen/medizinischen Bedenken vorliegen und gesundheitliche Einschränkungen/Besonderheiten vor Beginn des Törns in der gesamten Crew bzw. dem Schiffsführer gegenüber angesprochen werden.


2. Gemeinschaftliche Bordkasse der Mitsegler/innen: Für aus dem Segeltörn resultierende Kosten für die Verpflegung an Bord, Kraftstoff (4,5 Liter je Motorstunde), Endreinigung der Yacht (110,-€), Gasverbrauch (20,-€ p. Woche), Bettwäsche inkl. Bezüge (15,- € Leihgebühr p. Person), Hafengebühren- auch für den Ausgangs- und Endhafen (es sei denn, das seitens des Segelreise-Veranstalters etwas anderes vereinbart wurde) und andere laufende Geld-und Sachleistungen wird eine Bordkasse eingerichtet. Sie wird von den Mitseglern/innen zu gleichen Teilen getragen. Sollte meine Partnerin mit an Bord sein, beteiligt Sie sich ebenso an der Bordkasse für die Verpflegung an Bord (Alkohol ausgenommen) zu gleichen Teilen, im Restaurant zahlt sie ihr Essen/Getränke selber. Sie beteiligt sich nicht an der Endreinigung, Gasverbrauch, Kraftstoff, Hafengebühren (wird nicht nach Personenanzahl sondern nach der Schiffslänge/Breite berechnet) und an der Leihgebühr der Bettwäsche, Kaution bzw. Kautionsersatzkasse. Wie es alter Seemannsbrauch ist, wird der Schiffsführer/Skipper an den Einlagen in die Bordkasse nicht beteiligt und wird aus der Bordkasse mitverpflegt.

3. Sorge und Haftung der Crew untereinander: Alle Mitglieder der Crew tragen für das Leben an Bord gemeinschaftlich Sorge. Die Teilnahme an einem Segeltörn ist ein Gruppensport, der die Aufmerksamkeit des/der einzelnen für seine-ihre Mitsegler/innen verlangt. Bis auf die in Punkt 8 genannten Fälle ist jegliche Haftung auch dem Schiffsführer gegenüber untereinander ausgeschlossen, soweit sich Schäden aufgrund der besonderen Situation an Bord der Segelyacht ereignen. Das gilt für Schäden an Leib, Leben Gesundheit und Eigentum.

4. Eigenes Risiko: Die Teilnahme an diesem Sport und allen mit dem Törn zusammenhängenden Aktionen erfolgt auf eigenes Risiko. Alle Mitsegler/innen werden vor dem Törn in das allgemeine Verhalten an Bord und die Sicherheitsausrüstung eingewiesen. Jeder/jede ist für sich verantwortlich und hat für seine/ihre Person die jeweils erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, z.B. Anlegen der Schwimmwesten und des Lifebelts, persönliche Sicherung an Deck unter Deck und im Wasser. Sicherheitstechnische Unklarheiten sind beim Schiffsführer zu erfragen. Von dieser Regelung ausgenommen ist grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz des Schadensverursachers (Punkt 8).

Teilnehmer sprich Crewmitglieder die den Segeltörn aus privaten, persönlichen oder aus welchen Gründen auch immer vorzeitig beenden und die Deja Vu egal wann und wo verlassen müssen, haben keinen Anspruch auf Erstattung des Törnpreises, des Transfers oder sonstiger Rückerstattungen, auch nicht anteilmäßig. Die eventuelle anteilmäßige Auszahlung des bereits in die Bordkasse eingezahlten Geldes, ist eine freiwillige Geste der an Bord verbleibenden Crewmitglieder und liegt in deren Ermessen.

5. Aufgaben und Haftung des Skippers: Der Skipper übernimmt ausschließlich die Aufgabe der Schiffsführung entsprechend der gebotenen seemännischen Umsicht und die Seefahrerische Betreuung der Mitsegler/innen. Dazu gehört auch, dass ab angesagten 6 Bft./Windstärken die Segelyacht den Hafen nicht verlässt, bei kleineren Kindern an Bord auch schon bei weniger als 6 Bft./angesagten Windstärken.
An Bord ist den Anweisungen des Skippers Folge zu leisten, dazu gehört auch das es ein striktes Alkoholverbot an Bord der Deja Vu gibt, solange sich das Schiff in Fahrt ob unter Segeln oder unter Motor befindet. Drogen an Bord sind grundsätzlich verboten und können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Er (Skipper) leitet die sportlichen Aktivitäten der Mitsegler/innen an und vermittelt seglerische Kenntnisse. Dementsprechend kann und soll der Skipper einzelne Mitsegler/innen mit exakt eingegrenzten seemännischen Aufgaben betrauen. Aus diesem Verhalten des Skippers allein kann keine grobe Fahrlässigkeit abgeleitet werden, soweit diese Aufgaben erklärt worden sind und den Mitsegler/innen zugemutet werden können. Zu Beginn des Törns wird ein(e) Mitsegler/in als Ersatzskipper/in bestimmt, der/die bei Ausfall des Skippers (Entscheidungsunfähigkeit oder ungewollte Abwesenheit von Bord) zwischenzeitlich seine Rechte und Pflichten übernimmt.

6. Sorge der Crew für die Yacht: Die Yacht ist vor jedem Törn von dem Schiffsführer und mindestens einem Crewmitglied in zumutbarer Weise sorgfältig auf offensichtliche Mängel überprüft worden. Gemäß dem Augenschein ist die Yacht in unbeschädigtem und dem geplanten Törn angemessenem Zustand. Das betrifft besonders die seemännische und die Sicherheitsausrüstung an Bord. Die gesamte Crew hat dafür Sorge zu tragen, dass die Yacht während des Törns in dem einwandfreien Zustand bleibt bzw. bei Schäden sofort, aber allerspätestens vor Ende des Törns und vor Abgabe der Yacht in den ursprünglichen einwandfreien Zustand zurück versetzt wird. Nur so findet die nächste Crew die Yacht wieder einwandfrei vor.

7. Haftung für Schäden: Die Crew/Gäste haften als Nutzer der Yacht gemeinschaftlich für den Betrieb und das Bewohnen der Yacht. Die Yacht ist Haftpflicht und Vollkasko versichert, letzteres mit einem Selbstbehalt von 1000,- Euro. Die Haftung für Schäden an der Yacht ist pro Crew und pro Törn auf maximal 1000,- Euro begrenzt, es sei denn es wurde seitens des Segelreiseveranstalters anders vereinbart. Wie allgemein üblich ist von den Gästen der Yacht die Kaution in Höhe von 1000,- Euro inbar zu hinterlegen. Die Kaution wird bei der vollständigen und unbeschädigten Yacht im Heimathafen nach Törnende zurückgezahlt bzw. nach Klärung von Schäden abgerechnet. Der Skipper ist berechtigt, zu Beginn des Törns die Kaution anteilig bei den Gästen einzusammeln und bis zur endgültigen Klärung eines möglichen Schadens einzubehalten bzw. als Schadensersatz zu nutzen. Anstelle die Kaution in Höhe von 1000,-€ in bar zu hinterlegen, besteht auch die Möglichkeit eine Kautionsersatzkasse einzurichten und jeder Gastentrichtet dafür 20,-€ in bar. Diese Einlage wird nicht zurück erstattet, dafür entfällt aber, dass die Gäste die Kaution in Höhe von 1000,-€ in bar hinterlegen müssen.

Von dieser Haftungsregelung ausgenommen ist grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz (Punkt 8).

8. Haftung bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz: Alle oben genannten Haftungsregelungen (der Crew untereinander, des Skippers, bei Yacht und Drittschäden) betreffen die alltäglichen Risiken des Segelsports und sind Voraussetzung für eine unbeschwerte Teilnahme an dem Sport. Die genannten Regelungen gelten nicht, soweit grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegen. Für solche Schäden haftet der Verursacher persönlich.

9. Gültigkeit: Sollten Teile dieser Vereinbarung/Crewvertrages ungültig oder undurchführbar sein oder werden, bleiben die anderen Teile wirksam. Unwirksame Teile oder Regelungslücken sollen gemäß dem Sinn und Zweck dieser Vereinbarung/Crewvertrages geregelt werden.

10. Bildmaterial: Auf jedem Segeltörn werden Fotos gemacht die z.B. für Katalog, Flyer, Ausschreibungen im Internet und für eventuelle weitere Publikationen (Pressemitteilungen, Anzeigenwerbung) genutzt werden können. Falls nicht damit einverstanden bitte Namen eintragen.

Es wird innerhalb der Crew und des Skippers deutsches Recht vereinbart.

Mit meiner Unterschrift erkenne ich obigen Crewvertrag unwiderruflich an und erkläre zusätzlich an der Sicherheitseinweisung an Bord teilgenommen und auch verstanden/akzeptiert zu haben.